»Paradigmenwechsel: Pioniere der Präzisions-Psychiatrie«

Benedikt von Braunmühl

HMNC Brain Health strebt weitere Kapitalaufnahmen an, um Wachstum zu beschleunigen

Gespräch mit Benedikt von Braunmühl über die Marktreife neurologischer Innovationen

Frage: Erlauben Sie zu Beginn eine persönliche Frage: Sie tragen einen berühmten Namen, der auch an Zeitgeschichte, und zwar an die Ermordung von Gerold von Braunmühl 1986 durch die RAF, erinnert. Ist das enge Verwandtschaft? Man erinnert sich bis heute an deren staatsbürgerliche Souveränität. 

von Braunmühl: Ja, leider. Gerold von Braunmühl war mein Patenonkel und der Bruder meines Vaters. Insgesamt waren sie sieben Geschwister, aber die älteste Schwester hat sich öffentlich herausgehalten. Die fünf Brüder haben nach dem Mord an Gerold in der taz diesen offenen Brief an die RAF veröffentlicht, mit dem sie in einen Dialog mit der RAF treten wollten. Zuvor gab es große Diskussionen innerhalb der Familie. Ich war damals auch in Mainz bei meiner Großmutter und hatte zwei Wochen vorher noch eine Diskussion mit ihr über die RAF. Nur zwei Wochen später war ihr Sohn tot, ermordet durch die RAF. Es wurde bei uns viel und kontrovers diskutiert, wie man damit umgehen soll. Der Konsens war schließlich, den Dialog zu suchen, anstatt einen Polizeistaat zu fordern. Die Familie hat daraufhin auf diese Situation anders reagiert, als vielleicht erwartbar gewesen wäre. Ich glaube, dieser Brief hat damals einen guten Impact in der ganzen öffentlichen Diskussion gehabt.

Frage: Lassen Sie uns von der Familie zu Ihnen kommen: In Fachkreisen ist auch Ihr Name geläufig. Er steht für Innovation in der Gesundheitswirtschaft. Damit sind wir bei Ihrem neuen Unternehmen, bei HMNC Brain Health. Wie sind Sie zu HMNC Brain Health gekommen?

von Braunmühl: Ich persönlich habe es immer als Herausforderung empfunden, hier bei diesem Unternehmen und in vielen anderen Unternehmen, bei denen ich war, komplexe Probleme anzugehen. Ich habe mich sehr viel mit der Onkologie beschäftigt und auch bei QIAGEN ebenso wie bei meinem vorigen Unternehmen, Medicover, versucht, den Bereich der personalisierten Medizin oder der Companion Diagnostics weiter voranzutreiben. Also Diagnostika, die Patienten identifizieren, die für bestimmte Medikamente passen, um es einfach zu sagen. Das hat mich sehr begeistert und angetrieben. Ich habe in der klassischen Pharma angefangen. Danach in meiner Investmentbanking-Zeit Anfang der Zweitausender, wo ja wahnsinnig viele Innovationen anfingen, zum Beispiel durch die Sequenzierung des Humangenoms, habe ich miterlebt, was es alles für Möglichkeiten geben kann. Vieles war damals noch Vision, auch die personalisierte Medizin. Die meisten Pharmafirmen haben mit Blockbuster-Medikamenten Umsatz gemacht und waren froh, dass die Patienten bei chronischen Krankheiten Medikamente immer wieder einnehmen mussten. Da habe ich gesehen, es muss in Richtung Prävention und Clusterung der Subtypen unterschiedlicher Krankheiten gehen. Deswegen habe ich auch als nächsten Schritt nach der Investmentbank nicht den Schritt zurück in die klassische Pharma gewählt, sondern ich habe mich auf ein Angebot in der Prävention bei einem Impfstoffunternehmen namens Chiron Vaccines (später Novartis Vaccines & Diagnostics) eingelassen. Über die Prävention mittels Impfstoffen bin ich dann in die Diagnostik gekommen, zu QIAGEN, und habe dort meine ersten Erfahrungen mit den sogenannten „Companion Diagnostics“, also begleitenden Diagnostiktests, gemacht. Ich fand es absolut spannend, dass man mittels molekulardiagnostischer Tests unterschiedliche genetische Mutationen bei Patienten feststellen und diese Patienten damit in Untergruppen einteilen kann, die unterschiedlich auf dasselbe Medikament ansprechen. Bei dem einen Patienten funktioniert das Brustkrebsmedikament A hervorragend, bei dem nächsten Patienten gar nicht. Diese Möglichkeiten haben zur Folge, dass Patienten zielgerichteter behandelt werden können. Das, was die Onkologie, also Krebsmedikamentenentwicklung, schon seit vielen Jahren erfolgreich praktiziert, fängt in der Psychiatrie gerade erst an. Wir sind der Krebsforschung ca. 20 Jahre hinterher. Und bei HMNC Brain Health machen wir eben genau das, was ich in Verbindung zwischen Pharmapartnern und meinem jeweiligen Unternehmen gemacht habe, nämlich Co-Development. Aber hier haben wir das alles, die Diagnostik und die Medikamente, aus einer Hand. Das Ganze wird unterstützt durch unsere Artificial-Intelligence-Plattform.

Frage: Was machen Sie anders als die großen Pharmaunternehmen?

von Braunmühl: Das Gehirn ist sehr komplex. Das ist einer der Gründe, warum bei Mental Health relativ wenig Innovationen passiert sind. Für die Pharmafirmen war es sehr viel einfacher, sich auf die Onkologie zu spezialisieren. Der ganze Bereich des zentralen Nervensystems und Mental Health, das heißt, die psychiatrischen Krankheiten, wurde links liegen gelassen. Eben weil das Ganze so komplex ist. Es ist deutlich einfacher, bei einem Tumor eine Biopsie zu nehmen und da die Mutation herauszufinden als beim Gehirn. Uns aber ist es nach langer Forschung gelungen, molekulardiagnostische Tests zu entwickeln, die einen bestimmten Subtyp der Depression identifizieren, und zwar die Überregulierung der sogenannten Stressachse. Daran leiden dreißig Prozent der schwer depressiven Patienten. Dafür haben wir den Test entwickelt. Über dieses Phänomen hat Professor Florian Holsboer, einer der Mitgründer von HMNC Brain Health, in seiner Zeit beim Max-Planck-Institut und schon davor mehrfach publiziert, bevor die Onkologie diesen Personalisierten-Medizin-Ansatz verfolgt hat. Professor Holsboer hat herausgefunden, dass es Medikamente gibt, die nicht weiterentwickelt wurden, die aber genau für diesen Subtyp passen. Diese Medikamente haben wir lizenziert. Wir bei HMNC Brain Health haben also die Tests und die Medikamente für diesen Subtyp aus einer Hand. Das ist ungewöhnlich – auch in der Onkologie sieht man das sehr selten. Wir sind der Pionier in der Präzisions-Psychiatrie. Wir sind der Einzige, der wirklich alles aus einer Hand anbietet. 

Frage: Sie konzentrieren sich vor allem auf die Depressionen als Krankheit. Ist Depression die neue Volkskrankheit?

von Braunmühl: Ja, was gerade auf uns zurollt, ist ein Tsunami. Die Weltgesundheitsorganisation hat vor ein, zwei Jahren Studien herausgegeben, die besagten, dass Depression 2030 Krebs als die am häufigsten diagnostizierte Krankheit überholen wird. Die sozioökonomischen Kosten werden auf sechs Billionen US-Dollar geschätzt.

Frage: Was ist der Grund für diese Entwicklung?

von Braunmühl: Krebs wird zunehmend zu einer fast chronischen Krankheit. Nicht alle Krebsarten, aber viele. Nehmen wir Brustkrebs als Beispiel. Hier kann ich unseren Chairman Dr. Franz Humer zitieren, der sagte, seine Frau wäre nicht gestorben, wenn wir 1999 bereits die Erkenntnisse gehabt hätten, die wir heute haben. Früher, Ende der Neunziger, war Brustkrebs ein Todesurteil. Heute ist das nicht mehr der Fall. 

Frage: Was hat sich geändert?

von Braunmühl: Es wurde viel in die Forschung investiert und viele neue Medikamente entwickelt. Man kennt die Krankheit nun besser und man hat Lösungen für die Krankheiten. In der Onkologie ist noch viel zu tun, aber da sind wir auf einem sehr, sehr guten Weg.

Frage: Und Depressionen?

von Braunmühl: Die Depression dagegen wurde nie angegangen. Wenn Sie sich die großen Pharmafirmen angucken: Die meisten haben vor zehn Jahren die Forschungen am Zentral-Nervensystem eingestellt, weil das zu komplex war. Mit der Onkologie hatten wir einen Ansatz, mit dem man mehr Geld verdienen konnte. Es gibt heute noch die Standard-Antidepressiva, die wir vor zwanzig, dreißig Jahren bereits gehabt haben. Alle supergünstig. Und das ist eben auch ein Teil des Problems: Wenn wir einem Patienten ein sehr günstiges Medikament über mehrere Wochen oder sogar über Jahre geben, ist das jetzt für die Krankenkassen kein Problem. Aber volkswirtschaftlich ist es ein riesiges Problem, weil die Leute wochenlang ausfallen. Depressive Leute können nicht mehr so effizient arbeiten wie vorher oder vielleicht gar nicht mehr arbeiten. Diese direkten und indirekten Kosten summieren sich. So kommt die WHO in ihrer Schätzung auf sechs Billionen US-Dollar sozioökonomischer Auswirkungen im Jahr 2030. Und bereits heute sterben junge Menschen zwischen 16 und 24 Jahren häufiger durch Depressionen als an allen anderen Krankheiten. Das wird ein zunehmendes Problem und wird natürlich durch die Pandemie noch einmal beschleunigt.

Frage: Sind psychische Krankheiten mit der Zunahme an Fällen auch mehr enttabuisiert worden?

von Braunmühl: Psychische Krankheiten werden mehr und mehr als Problem wahrgenommen und es wird auch mehr darüber geredet. Persönliche Erfahrungen werden geteilt. Es wird da viel enttabuisiert, das ist richtig. Viele Leute merken, dass andere, auch Prominente wie Schauspieler und Sportler, darüber reden und sich outen. Selbst im Football in den USA sehen wir das – diese großen Kleiderschränke und Depression, früher völlig unvorstellbar. Es wird immer mehr akzeptiert, über Schwächen zu reden. Aber was für eine Welle auf uns zurollt, das ist, glaube ich, noch sehr wenigen bewusst.

Frage: Wie gehen Sie psychische Krankheiten wie Depressionen an? Was ist Präzisions-Psychiatrie in der Praxis?

von Braunmühl: In der Praxis ist es ganz einfach, wir suchen mit unserem Test die Patienten heraus, für die ein bestimmtes Medikament sehr gut wirkt. Zu hundert Prozent wird es nicht funktionieren, aber wir kommen den hundert Prozent eben sehr nahe. 

Frage: Was kann dieser Test besser als andere?

von Braunmühl: Es gibt keinen anderen Test dafür. Wir sind der Einzige, der einen molekulardiagnostischen Test entwickelt hat, um Subtypen und speziell einen Subtyp – die Überregulierung der Stressachse – oder eben depressive Patienten, die daran leiden, herauszufinden. Wir wissen, dass unser Medikament genau dagegen hilft. Es hilft aber nicht, wenn man ein und dasselbe Medikament allen Leuten gibt, sondern eben nur denen, bei denen es wirklich funktioniert.

Frage: Was spricht gegen ein Medikament oder einen Therapieansatz für die breite Masse?

von Braunmühl: Der Grund ist die Blut-Hirn-Schranke, eine Barriere, die den Stoffaustausch im Gehirn reguliert. Von dieser Blut-Hirn-Schranke ist abhängig, wie gut ein Medikament bei einer Person anschlägt. Wir haben auch einen Test, der – sehr salopp gesagt – die Durchlässigkeit der Blut-Hirn-Schranke misst. Das ist ein sogenannter Stand-alone-Test, den wir entwickelt haben. Das war das erste Produkt, das wir aus der HMNC-Forschung entwickelt haben. Dieser Test misst ein bestimmtes Protein und zeigt, welche Personen eine größere oder weniger große Durchlässigkeit der Blut-Hirn-Schranke aufweisen. Das ist ein großer Vorteil, weil Psychiater dann messen oder ungefähr einschätzen können, wie die Dosierung für bestimmte Antidepressiva sein muss. Wir wollen uns aber fokussieren auf die Companion-Diagnostic-Tests. Zum Beispiel haben wir einen Companion-Diagnostic-Test entwickelt, mit dem wir herausbekommen, was die genetische Gemeinsamkeit der Patienten ist, die an dieser Überregulierung der Stressachse leiden. Wir haben 14 sogenannte Single Nucleotide Polymorphisms, kurz SNP, identifiziert, die von mehreren hundert Patienten die gemeinsamen sind. Das war ein sehr komplexes Verfahren, aus dem dann der genetische Test entstanden ist. Die Grundlage dafür ist auch eine lernende Plattform, eine sogenannte Artificial-Intelligence-Plattform, die geholfen hat, diese Gemeinsamkeiten festzustellen.

Frage: Kann den Test jeder Arzt selbst durchführen?

von Braunmühl: Die Blutabnahme kann natürlich jeder Arzt machen. Der Test an sich läuft jedoch im Labor über ein Verfahren, das sich Next-Generation-Sequencing (NGS) nennt. Das werden Ärzte noch nicht in ihrer Praxis durchführen können. Aber auch hier werden wir noch Lösungen finden, damit der Arzt das völlig selbst in der Praxis machen kann.

Frage: Das alte Prinzip, es gibt ein Medikament für jeden, hat mit Ihnen damit ausgedient?

von Braunmühl: „One size fits all“, hilft in der Medizin nicht. Jeder Krebs, jede Herzkrankheit, jeder Herzanfall ist anders. Das gilt auch für psychische Krankheiten. Das hat meistens mit den genetischen Voraussetzungen zu tun. Deswegen tasten wir uns langsam heran. Wir werden Depression nicht morgen zu hundert Prozent heilen können. Aber von den über dreihundert Millionen schwer depressiven Patienten der Welt können wir immerhin hundert Millionen mit dieser Methode, wenn sie schnell auf den Markt kommt, heilen. 

Frage: Sie schneiden die Therapie immer genauer auf den Patienten zu? 

von Braunmühl: Genau, da sind wir wirklich der erste und tatsächlich der Pionier in der Präzisionsmedizin. Wir haben mit diesem Subtyp angefangen und haben jetzt die Diagnostik für den einen Subtyp. Jetzt gehen wir den nächsten Subtyp an. Wir machen die Diagnostik und finden dann das richtige Medikament, um eine zielgerichtete Therapie zu entwickeln. 

Frage: Sie haben große Namen mit an Bord, sowohl aus Big Pharma als auch aus der Forschung. Planen Sie in die Forschung einzusteigen?

von Braunmühl: Wir sind kein forschendes Unternehmen. Wir sind ein Development-Unternehmen. Wir machen keine Grundlagenforschung – zumindest jetzt noch nicht, das mag irgendwann einmal kommen. Aber im Moment konzentrieren wir uns auf die klinische Entwicklung, um relativ schnell Produkte auf den Markt zu bringen. Ich bin ein Freund davon, die Grundlagenforschung denen zu überlassen, die das besser können, also etwa Universitäten, die sich tatsächlich – Beispiel Stanford – damit intensiv beschäftigen. Die haben einfach einen viel größeren Apparat als wir. Aber wir können davon profitieren, wenn wir mit der Stanford University, dem Max-Planck-Institut oder dem Fraunhofer-Institut zusammenarbeiten. Das Wissen können wir uns mit Kooperationen einkaufen. Was wir als Herzstück unseres Unternehmens ansehen, ist die pharmazeutische und klinische Entwicklung. Da haben wir mit Dr. Hans Eriksson einen tollen Experten gewonnen, der sein Leben lang nichts anderes gemacht hat, als Depressionsmedikamente durch die klinische Entwicklung auf den Markt zu bringen. Und mit Dr. Franz Humer haben wir zudem einen sehr erfolgreichen ehemaligen CEO und Chairman eines großen Pharmaunternehmens an Bord, der schon früh erkannt hat, dass Diagnostics und Pharma zusammenkommen müssen.

Frage: Wann wird Big Pharma Sie einfach aufkaufen, damit Sie vom Markt sind?

von Braunmühl: Klar, die werden sich das – wie es im Englischen so schön heißt – „from the sidelines“ angucken. Sie werden sich die klinischen Studien anschauen und den Fortschritt, den wir da machen. Das eine oder andere Pharmaunternehmen wird sicher bei uns anklopfen. Aber auch hier: Kooperation ist alles. Wir sind ein innovatives kleines Unternehmen. Was wir nicht haben, ist eine große Marketingmaschinerie. Aber auch Pharma agiert zunehmend kooperativer. Gut vorstellbar wäre etwa, dass wir mit Pharmaunternehmen ein Produkt weiterentwickeln und diese mit einem Minority-Share in uns investieren. Was für uns natürlich auch ein Qualitätsstempel wäre. 

Frage: Sie wollen absehbar in den USA an die Börse. Ist das Kalkül, dass Sie dort auf Leute treffen, die Sie besser verstehen als hierzulande?

von Braunmühl: Das ist eher eine Frage der Innovationsbereitschaft und der Risikobereitschaft in den USA. Angefangen bei den jetzt mittlerweile Großunternehmen wie Biogen, Genentech und vielen anderen. In den USA haben mutige Investoren sehr früh in den achtziger Jahren investiert. Dann sind die Unternehmen groß und die Investoren reich geworden. Die Investoren haben ihre Gewinne weiter investiert. Hier in Deutschland, auch in Europa haben wir diesen Trend leider nicht. Es gibt hier nicht diese Masse an Investoren und Venture-Capital-Firmen, die genug Risikobereitschaft mitbringen.

Frage: Sie sind nun seit einem knappen Jahr CEO von HMNC Brain Health. Hat die Firma ihre neue strategische Ausrichtung abgeschlossen und wo sehen Sie HMNC Brain Health in der Zukunft?

von Braunmühl: Die Firma kam ja ursprünglich aus der Forschung und daher war es an der Zeit, alles zu professionalisieren und auch ein entsprechendes Management in Form eines CEO zu installieren, der eher in Richtung Business Development und klinische Entwicklung investiert, und einen Chairman, der sich das von oben anguckt. Aber prinzipiell: Wir sind hier, um zu bleiben. Wir werden uns nur auf Mental Health konzentrieren, da der Markt so gigantisch groß ist und mindestens zehn Prozent der Menschen eine Form von Mental-Health-Krankheiten haben, wovon etwa die Hälfte Depressionen ausmachen. Wir konzentrieren uns nur darauf. Was unsere nächsten Schritte angeht: Wir werden erstens unsere Medikamente für behandlungsresistente Depression weiterentwickeln. Zweitens versuchen wir, auch andere Subtypen zu identifizieren, um dann zusätzliche Medikamente einzulizenzieren, die idealerweise bereits in einer klinischen Phase sind, sodass wir schnell eine Lösung für die Patienten auf den Markt bringen können. Drittens planen wir unsere Medikamente weiter in andere sogenannte Mental-Health-Indikationen, wie etwa Angstzustände, Schlaflosigkeit, posttraumatische Belastungsstörungen, zu entwickeln. Unsere Strategie in aller Kürze zusammengefasst: zunächst Konzentration auf Medikamente gegen Depression und behandlungsresistente Depression. Wir bekommen neue Medikamente dazu, um weitere Subtypen zu behandeln. Dann entwickeln wir die jetzigen Präparate weiter für zusätzliche Indikationen. Außerdem werden wir die Biomarker-Entwicklung weiter voranbringen. Alles immer mit dem Fokus Präzisionsmedizin. Wir sind so weit vorangeschritten in diesem Bereich, wir werden auch weiterhin der Pionier der Präzisions-Psychiatrie bleiben.

Frage: Sie streben mit der HMNC Brain Health einen Börsengang an der amerikanischen NASDAQ an? 

von Braunmühl: Das erfährt der gesamte Kapitalmarkt, wenn es soweit ist.

Frage: Wir danken Ihnen für das Gespräch.

Newsletter

Immer informiert: Mit einem Abonnement unseres Newsletters erhalten Sie jeden Monat kostenlos die neuesten Informationen zum Thema "Psychische Gesundheit".

Hinweise zum Datenschutz: Bei der Anmeldung werden verschiedene personenbezogene Daten erhoben. Personenbezogene Daten sind Daten, mit denen Sie persönlich identifiziert werden können. Die Datenschutzerklärung erläutert, welche Daten wir erheben und wofür wir sie nutzen. Sie erläutert auch, wie und zu welchem Zweck das geschieht. Die Austragung aus unseren Verteilern ist jederzeit mit einer formlosen E-Mail an info@societyformentalhealth.org möglich.